Computational Communication Science Conference & LDA for analysing visual frames

Last month it finally happened: The Computational Communication Science workshop conference took place in Hannover! We worked towards this as a team for almost two years. More than 100 participants took part in the discussions and method workshops were held in advance. Apart from some minor glitches, the conference was a complete success. As the main organizer, I wasn’t able to enjoy the conference so much, but the extremely positive feedback from the young and senior scholars makes me very happy in retrospect. I also had time to attend Wouter van Atteveldt’s workshop on Topic Modeling between organizational tasks. The workshop was fantastic and helped me a lot with my project about visual framing of politicians on Facebook. To identify the frames I will now perform a latent dirichlet allocation. At the moment I am still analyzing the images through the Google Vision API. With over 350,000 photo posts, it unfortunately takes some time. But the syntax is surprisingly simple, because with RoogleVision there is already an R packet for this purpose. So my code for this task will be on github shortly.

Computational Communication Science – Towards A Strategic Roadmap

We are happy that the VolkswagenStiftung finally accepted our proposal for a one week conference event on computational communication science!  In February 2018, the Department of Journalism and Communication Research at Hanover University of Music, Drama, and Media cordially organizes an event that brings together young scholars as well as experts from the field. Our aims are twofold: First, we want to qualify young scholars so that they can adopt computational method in their research as well as their teaching. Thus, various training courses on computational research methods will be organized. Second, a workshop event aims to explore and elucidate the challenges that hinder communication scientists to apply the new methods in their work. Together, we will craft a strategic roadmap that shapes the future of computational communication science. More Information can be found on our new website.

Methodenprojekt-Tagung 2015

Gestern war der letzte Tag der Vorlesungszeit und zum Abschluss fand auch zum vierten Mal die Abschlusstagung der Methodenprojekte statt. Auf der Tagung präsentieren die Teilnehmer der vier Projektkurse ihre ersten selbst erhobenen Forschungsergebnisse. Das Programm war auch in diesem Jahr sehr vielfältig und äußerst interessant. Es begeistert mich jedes Jahr wieder, was für spannende Projekte unsere Hohenheimer Bachelorstudenten bereits im zweiten Semester auf die Beine stellen. Wirklich beeindruckend.

Auch in den vier von mir betreuten Projekten habe ich wieder viel gelernt. Ich habe meinen Datenerhebungskurs in diesem Jahr unter das Motto „FSK 18! Wir forschen zum Jugendmedienschutz“ gestellt und dazu ein Experiment, eine Inhaltsanalyse, eine Sekundärdatenanalyse und eine standardisierte Befragung durchgeführt.

Im Ersten Panel präsentierte die Experiment-Gruppe ihre Studie zur „Forbidden Fruit Hypothese“ (z. B. Buschman 2006). In der Hypothese wird davon ausgegangen, dass Alterskennzeichnungen die „verbotenen“ Medieninhalte für Jugendliche, die noch zu jung sind um sie rezipieren zu dürfen, attraktiver machen. Die Studie im Methodenprojekt wurde an 18- bis 29-Jährigen Studierenden untersucht, ob dieser Effekt im jungen Erwachsenenalter noch nachwirkt. Tatsächlich ist er bei den 18- bis 21-Jährigen Studierenden noch vorhangen, bei den 22- bis 29-Jährigen jedoch nicht mehr. Neben dem Alter sind Geschlecht und Genrepräferenzen weitere Einflussfaktoren.

Die Inhaltsanalysegruppe widmete sich der Konsistenz der FSK-Freigabebegründungen, die man auf der Webseite der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft einsehen kann. Sie konnten zeigen, dass mit steigender Altersfreigabe ausführlicher auf gewalthaltige und sexuelle Inhalte eingegangen wird. Zudem wird in den Freigabebegründungen Filmen der FSK-Freigabe „ab 12“ deutlich länger auf Gewalt als auf sexuelle Inhalte eingegangen, in Filmen der FSK-Freigabe „ab 16“ werden beide Inhalte im Durchschnitt gleich lange thematisiert. Offenbar werden junge Jugendliche eher mit gewalthaltigen Inhalten konfrontiert als mit sexuellen. Hier schließt sich natürlich die Frage an, ob dies nur auf die Freigabebegründungen oder auch auf die tatsächlichen Medieninhalte zutrifft, die jedoch im Rahmen des Methodenprojektes nicht untersucht werden konnte.

Im offenen Panel präsentierte eine Gruppe eine Sekundärdatenanalyse zu den Erfolgsfaktoren von Kinofilmen. Erfolg wurde dabei durch den wirtschaftlichen Erfolg in Form des Einspielergebnisses operationalisiert. Auf Basis der aus verschiedenen Online-Quellen kombinierten Daten konnten die Studierenden zeigen, dass Filme mit FSK 0 in Deutschland wirtschaftlich besonders erfolgreich sind, was vor allem auf Animationsfilme zurückzuführen ist. FSK 16/18-Filme sind hingegen am wenigsten erfolgreich. Wieder erwarten sind die steigt bei steigender Altersfreigabe auch die Bekanntheit der im Film mitspielenden Darsteller und im Sommer anlaufende Filme sind erfolgreicher als Filme die im Winter starten.

Die Befragungsgruppe untersuchte, an welchen Merkmalen sich Eltern orientieren, wenn Sie Medieninhalte für ihre Kinder auswählen. Befragt wurden 126 Eltern von Grundschulkindern in Stuttgart. Zwar konnte die Gruppe ihre Hypothesen nicht bestätigen – offenbar wählen Eltern Videospiele und Filme anhand der gleichen Kriterien aus und auch zwischen Müttern und Vätern gibt es keinen Unterschied – jedoch zeigte die Studie, dass die FSK-Freigaben für Eltern eine wichtige Entscheidungsgrundlage bilden. – Dieses Teilergebnis unterstreicht die Relevanz des gesamten Projektsemiars natürlich noch einmal sehr schön.

Hier noch ein Gruppenbild mit allen Teilnehmern:

Im Anschluss an die diskussionsfreudige Tagung wurde gegrillt und der Start in die Semesterferien gefeiert. Die haben wir uns jetzt auch alle verdient 🙂

Vortrag auf der ICA in Puerto Rico

Auch in diesem Jahr bin ich wieder mit einem Vortrag auf der ICA in San-Juan, Puerto-Rico vertreten. In dem Beitrag widme ich mich, gemeinsam mit meinen beiden Co-Autoren Michael Schenk und Anja Briehl, den Fragen danach, ob Blogger sich selbst die Eigenschaften von Meinungsführern zuschreiben, welche Journalistischen Rollen sie adaptieren und inwiefern die Selbstzuschreibung als Meinungsführer die Adaption journalistischer rollen begünstigt. Tatsächlich verstehen sich die 403 von uns untersuchten Themenblogger als Meinungsführer und sie möchten in ihrer Rolle als Blogger ähnlich wie Journalisten „Ratgeben und Trends setzen“ sowie „zur Meinungsbildung beitragen“. Tatsächlich besteht ein Zusammenhang zwischen der Selbstzuschreibung als Meinungsführer (gemessen mit Noelle-Neumanns Persönlichkeitsstärke-Skala) und der Zustimmung zu den beiden Rollen.